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Gut Hören ist Lebensqualität

Unser Gehör ist rund um die Uhr auf Empfang. Wir können es nicht schliessen wie unsere Augen. Es ist offen für zärtliches Flüstern ebenso wie für krachenden Donner, für Vogelzwitschern und Kinderlachen wie für Radiostimmen oder Verkehrslärm. Unsere Ohren reagieren auf jedes noch so feine akustische Signal und leiden, wenn es zu laut wird.                              

Das menschliche Ohr ist in der Lage, Über 400'000 verschiedene Töne zu unterscheiden. Es erkennt die Richtung und die ungefähre Distanz, aus der ein Geräusch kommt, und es kann wichtige von belanglosen Klängen unterscheiden.

Ihr Gehör ist wertvoll, tragen Sie ihm Sorge. Sie brauchen es, um mit Ihren Mitmenschen zu kommunizieren und sich zu informieren. Nur gute Ohren nehmen Zwischentöne wahr. Sie brauchen Ihr Gehör aber auch, um sich in der Welt zu orientieren und sich sicher zu bewegen. Mit Ihren Ohren Hören Sie das Leben. Moderne Hörsysteme können Menschen mit Hörproblemen dabei unterstützen.

 

 

 

 

Das Ohr

Das menschliche Ohr ist ein hoch komplexes Organ. Es Übersetzt Schwingungen der Luft in elektrische Impulse, die im Gehirn verarbeitet werden.

Alle Töne und Geräusche sind Schwingungen der Luft. Diese Schallwellen gelangen Über die Ohrmuschel und den Gehörgang auf das Trommelfell, ein dünnes Häutchen, das das Mittelohr vom äusseren Ohr trennt.

Die Schallwellen versetzen das Trommelfell in Schwingung. Hinter dem Trommelfell liegen die drei kleinsten Knöchelchen des Menschen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Die Bewegung des Trommelfells Überträgt sich auf die Knöchelchen und von da wird sie weitergeleitet ins Innenohr. Dabei werden die Schwingungen um das 20-fache verstärkt. Im Innenohr befindet sich die Hörschnecke. Sie ist mit Flüssigkeit gefüllt und ihre Wände sind mit feinsten Haarzellen bedeckt, die die Schwingungen nun in bioelektrische Impulse umwandeln. Diese gelangen durch den Hörnerv ins Hörzentrum des Gehirns. Jetzt werden sie uns als akustische Signale bewusst.

 

Was hört das menschliche Ohr?

Akustische Signale setzen sich aus der Lautstärke – dem Schalldruck – und der Frequenz, also der Tonhöhe, zusammen. Die Lautstärke misst man in Dezibel (dB). Die untere Hörschwelle liegt zwischen 0 und 10 dB, die Schmerzgrenze bei 120 dB. Eine längere Belastung des Gehörs mit Über 80 dB kann Schäden verursachen. Die Frequenz misst man in Hertz (Hz). Ein junges, gesundes Ohr hört Frequenzen zwischen 20 und 20'000 Hz bei 0 bis 10 dB. Die menschliche Sprache liegt im Bereich zwischen 500 und 5'000 Hz.